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Website-Relaunch: Checkliste, damit Anfragen und Rankings bleiben

Ziele, alte Adressen, Weiterleitungen, Ladezeit, Messung und die ersten Wochen nach dem Start: eine Checkliste für einen Relaunch ohne verlorene Anfragen.

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  • Webdesign & UX
  • 7 Min. Lesezeit
Illustration: Klemmbrett mit Startseiten-Entwurf, Bleistift und Radiergummi

Eine neue Website soll mehr Anfragen bringen. Bei einem Relaunch kann aber auch etwas verloren gehen: Seiten, die bei Google gut stehen, Links, die Kunden gespeichert haben, und Formulare, über die heute Anfragen kommen. Mit dieser Checkliste planen Sie Ihren Website-Relaunch so, dass erhalten bleibt, was heute funktioniert. Sie können die Punkte Schritt für Schritt abhaken, egal ob Sie selbst umsetzen oder jemanden beauftragen.

Ziele und Bestandsaufnahme

Was soll die neue Website besser machen?

Schreiben Sie zwei oder drei Ziele auf, bevor über Farben gesprochen wird. Gute Ziele sind konkret und lassen sich später prüfen, zum Beispiel:

  • Mehr Anfragen für eine bestimmte Leistung, etwa Badsanierungen oder Firmenfeiern.

  • Schneller laden, vor allem auf dem Handy.

  • Inhalte selbst pflegen können, ohne jedes Mal jemanden zu beauftragen.

  • In weiteren Orten der Region gefunden werden.

Was die alte Website heute leistet

Halten Sie den Stand vor dem Relaunch schriftlich fest. Nur so sehen Sie später, ob sich etwas verbessert hat.

  • Seiten: eine Liste aller Adressen der alten Website, auch alter Beiträge, PDFs und Unterseiten, die im Menü gar nicht auftauchen.

  • Rankings: für welche Suchbegriffe Sie heute gefunden werden und welche Seiten die meisten Besucher von Google bekommen. Die Google Search Console zeigt das kostenlos.

  • Anfragen: wie viele Anfragen, Anrufe und E-Mails pro Monat über die Website kommen und über welche Seiten.

  • Ladezeit: eine Messung der wichtigsten Seiten auf dem Handy, zum Beispiel mit Lighthouse.

Jede alte Adresse bekommt ein neues Ziel

Das ist der wichtigste Punkt der ganzen Checkliste. Wenn sich Adressen ändern und niemand weiterleitet, landen Besucher und Google auf einer Fehlerseite. Seiten, die jahrelang gut gefunden wurden, verlieren dann ihre Position.

Legen Sie deshalb einen URL-Plan an. Das ist eine Tabelle mit jeder alten Adresse in der linken Spalte und der passenden neuen Adresse rechts daneben. Für jede Zeile gibt es eine 301-Weiterleitung. Sie sagt Browsern und Suchmaschinen, dass eine Seite dauerhaft umgezogen ist.

  • Leiten Sie auf die inhaltlich passende neue Seite weiter. Eine Sammel-Weiterleitung auf die Startseite hilft weder Besuchern noch Google.

  • Behalten Sie gute Adressen bei, wenn sie zur neuen Struktur passen.

  • Denken Sie an Varianten: mit und ohne www, alte Endungen wie .html oder .php.

  • Prüfen Sie nach dem Start jede Zeile der Tabelle einmal im Browser.

Beim Relaunch der Website von BurgerBenz, einem Foodtruck aus Bohmte, haben wir alle alten Adressen per 301 auf ihre neuen Ziele weitergeleitet. Wer einen alten Link oder ein Lesezeichen nutzt, landet so weiterhin auf der richtigen Seite.

Inhalte übernehmen und verbessern

Übernehmen Sie nicht einfach alle Texte, und werfen Sie auch nicht alles weg. Gehen Sie Ihre Seitenliste durch und entscheiden Sie für jede Seite:

  • Behalten: Seiten mit vielen Besuchern oder guten Rankings. Inhalt aktualisieren, Kernaussagen und Suchbegriffe erhalten.

  • Zusammenlegen: Mehrere dünne Seiten zum gleichen Thema werden eine starke Seite. Die alten Adressen leiten auf sie weiter.

  • Neu schreiben: Seiten, die veraltet sind oder nicht zur Anfrage führen.

  • Entfernen: Seiten ohne Besucher und ohne Nutzen. Auch sie bekommen eine Weiterleitung auf die passendste Seite.

Achten Sie außerdem darauf, dass jede Seite einen eigenen Titel und eine Beschreibung für Google hat und einen klaren nächsten Schritt anbietet, etwa eine Anfrage oder einen Anruf.

Schnell laden und gut bedienbar auf dem Handy

Ein Relaunch ist die beste Gelegenheit, die Ladezeit grundlegend zu verbessern. Viele Ihrer Kunden sehen Ihre Website zuerst auf dem Handy, oft mit schwachem Netz. Prüfen Sie vor dem Start:

  • Bilder sind in passender Größe und in einem modernen Format gespeichert.

  • Das wichtigste Bild und die Überschrift erscheinen schnell.

  • Nichts springt beim Laden, weil Bilder oder Banner nachrutschen.

  • Knöpfe sind groß genug für den Daumen, Telefonnummern lassen sich antippen.

  • Formulare lassen sich auf dem Handy ohne Zoomen ausfüllen.

Zwei Beispiele aus unseren Projekten. Bei BurgerBenz liegt die Leistung laut PageSpeed Insights auf dem Handy jetzt bei 91 statt vorher 39, am Computer bei 100 (Messung am 05.10.2026), und die Seite springt beim Laden nicht mehr (CLS von 0,43 auf 0). Bei ulm-unterkunft.de ging der Leistungswert auf dem Handy von 63 auf 98 bis 100 (Lighthouse, Messung am 04.10.2026). Das Wichtigste auf der Startseite ist nach rund 2 Sekunden zu sehen statt nach 10,6, und die Seite wiegt 0,58 MB statt vorher 3,1 bis 5,1 MB.

Messung und Einwilligung

Damit Sie nach dem Relaunch vergleichen können, muss die Messung vom ersten Tag an laufen. Prüfen Sie:

  • Ist die Webanalyse eingerichtet, und lassen sich die Zahlen mit der alten Website vergleichen?

  • Werden Anfragen, Klicks auf die Telefonnummer und auf die E-Mail-Adresse als Ziele gezählt?

  • Fragt das Cookie-Banner vor der Messung nach Einwilligung, und lädt die Statistik erst danach?

  • Sind Datenschutzerklärung und Impressum auf dem neuen Stand und von jeder Seite aus erreichbar?

  • Falls Sie Google-Anzeigen schalten: Werden Anfragen auf der neuen Website weiter gezählt?

Ohne Einwilligung sieht die Statistik nur einen Teil der Besucher. Zählen Sie Anfragen deshalb zusätzlich selbst mit, zum Beispiel im Postfach. Diese Zahl ist am Ende die wichtigste.

Testphase und Tag des Livegangs

Vor dem Start testen

Die neue Website läuft zuerst unter einer Testadresse, die für Suchmaschinen gesperrt ist. Dort prüfen Sie in Ruhe:

  • Alle Formulare abschicken und kontrollieren, ob die Anfragen ankommen, auch die Bestätigung an den Kunden.

  • Jede Seite auf Handy, Tablet und Computer durchklicken.

  • Telefonnummer, Adresse und Öffnungszeiten prüfen.

  • Rechtschreibung, Bilder und Links kontrollieren.

Am Tag des Livegangs

  • Einen ruhigen Tag wählen, nicht direkt vor einem Wochenende, Feiertag oder der Hauptsaison.

  • Eine Sicherung der alten Website anlegen.

  • Die Sperre für Suchmaschinen aus der Testphase entfernen. Das wird erstaunlich oft vergessen.

  • Weiterleitungen aktivieren und Stichproben aus dem URL-Plan prüfen.

  • Eine Testanfrage über die fertige Website schicken.

  • Prüfen, ob jede Seite verschlüsselt mit https lädt.

Die ersten Wochen nach dem Start

Nach dem Livegang braucht Google einige Zeit, um die neuen Seiten zu erfassen. In dieser Phase lohnt ein regelmäßiger Blick auf diese Punkte:

  • Sitemap einreichen: die Sitemap der neuen Website in der Google Search Console hinterlegen. Sie listet alle Seiten auf, die Google kennen soll.

  • Fehler prüfen: Die Search Console zeigt Seiten, die nicht gefunden oder nicht aufgenommen werden. Fehlende Weiterleitungen fallen hier auf.

  • Rankings vergleichen: Ihre wichtigsten Suchbegriffe mit dem Stand vor dem Relaunch abgleichen.

  • Anfragen zählen: Kommen so viele Anfragen wie vorher oder mehr?

  • Einträge aktualisieren: Link und Angaben im Google-Unternehmensprofil und in Branchenverzeichnissen prüfen.

Kleine Schwankungen in den ersten Wochen sind normal. Wenn einzelne Seiten deutlich verlieren, liegt es oft an einer fehlenden Weiterleitung oder an Inhalten, die beim Umbau verloren gegangen sind. Wie wir Websites danach weiter für Google verbessern, lesen Sie auf unserer Seite zur Suchmaschinenoptimierung.

Häufige Fragen

Verliere ich durch einen Relaunch meine Google-Rankings?

Nicht zwangsläufig. Das größte Risiko sind fehlende Weiterleitungen und gelöschte Inhalte. Wer alte Adressen sauber weiterleitet und starke Seiten erhält, hält das Risiko klein. Eine Garantie für bestimmte Positionen kann allerdings niemand seriös geben.

Was ist eine 301-Weiterleitung?

Eine dauerhafte Umleitung von einer alten auf eine neue Adresse. Besucher merken davon nichts, und Google überträgt die Bewertung der alten Seite weitgehend auf die neue.

Sollte ich beim Relaunch die Domain wechseln?

Nur mit gutem Grund, etwa bei einem neuen Firmennamen. Ein Domainwechsel ist ein zusätzlicher Umzug mit eigenem Risiko. Wenn er nötig ist, gelten dieselben Regeln: jede Adresse weiterleiten, die Search Console informieren und die Ergebnisse beobachten.

Wann ist ein guter Zeitpunkt für den Relaunch?

Wenn in Ihrem Betrieb gerade wenig los ist. Ein Catering-Betrieb startet besser vor der Hochsaison, ein Handwerksbetrieb eher nicht in der Woche vor Weihnachten.

Sie planen eine neue Website und möchten nichts verlieren, was heute funktioniert? Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns Ihre heutige Website an und besprechen, worauf es bei Ihrem Website-Relaunch ankommt. Danach bekommen Sie ein schriftliches Angebot zum Festpreis.

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